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Wie Slow Food dir beim Abnehmen hilft

Hat das neue Jahr bei dir auch mit guten Vorsätzen begonnen?
Ist einer davon vielleicht ein paar Kilo abzuspecken?

Voller Elan startest du. Die Diät schlägt sogar an, doch nach ein paar Wochen ….
Irgendwie macht es Dauer einfach keinen Spaß.
Du hast keine Lust mehr und eh du dich versiehst sind die mühsam abgespeckten Kilos wieder auf den Hüften.

Da habe ich nun eine Frage:

Wie schnell isst du eigentlich?

Neigst du dazu eher das Essen hinunterzuschlingen und vielleicht auch nicht gründlich zu kauen?
Probiere doch einfach bevor du mit einer Diät beginnst Slow Food aus.

Und so geht’s:

Such dir eine Mahlzeit aus bei der du es ausprobieren willst. Idealerweise am Anfang ein Mittag- oder Abendessen.
Es ist egal ob du alleine, mit der Familie, in der Arbeit, in der Kantine oder mit Freunden isst. Slow Food kannst du immer und überall praktizieren.

  •  Setz dich zum Essen unbedingt hin.
  • Nimm dir für die Mahlzeit ca. 15-20 min. Zeit.
  • Beobachte dich beim ersten Bissen wie oft du kaust und kaue anschließend einfach doppelt so lange.
  • Lade die Gabel oder den Löffel erst wieder voll, wenn du bereits heruntergeschluckt haben.
  •  Leg während des Essens immer wieder bewusst das Besteck kurz zur Seite.
  • Wenn du circa die Hälfte des Gerichtes gegessen hast, mach eine Pause von 2-3 min. Keine Sorge – so schnell wird das Essen nicht kalt.
  • Horch in dieser Zeit in dich hinein, ob du überhaupt noch Hunger hast.
    Wenn du bereits satt bist, iss nicht weiter egal wie viel noch auf dem Teller liegt.
  • Wenn du noch Hunger hast, iss langsam und bedächtig weiter.
  • Nach einiger Zeit machst du wieder eine Pause und beobachtest, ob du immer noch Hunger hast. Erst danach entscheidest du wieder, ob du noch etwas essen willst oder ob du aufhörst.

Iss zunächst bei einer Mahlzeit täglich slow. Wenn du Lust hast, kannst due es selbstverständlich auch bei jeder Mahlzeit machen. Je öfter umso besser.

Warum sind nun langsameres Essen und auch die Pausen so wichtig?

Normalerweise sagt uns unser Körper eigentlich genau wann wir satt sind und genug haben.
Vier Signale sind dafür zuständig:

  1.  Der gedehnte Magen schickt über den Vagusnerv ein Signal an das Sättigungszentrum in unserem Gehirn und meldet, dass er genügend ausgedehnt ist.
  2.  Nährstoffe wie Glukose, Fett und Aminosäuren, die über den Blutkreislauf aufgenommen werden, melden ebenfalls “Es reicht”.
  3. Verschiedene Hormone (Cholecystokinin, Insulin, Glukagon…), die im Dünndarm und der Bauchspeicheldrüse freigesetzt werden signalisieren ebenfalls, dass Nahrung aufgenommen wurde.
  4. Und nicht zuletzt schütten die Fettzellen selbst das Hormon Leptin und noch weitere Hormone aus, die unserem Gehirn signalisieren, dass wir nicht mehr hungrig sind und genug haben.

Die Rückmeldung dieser vier Signale dauert in der Regel ca. 10-20 min.
Machen wir nun nahezu keine Pausen während des Essens haben sie keine Chance uns rechtzeitig zu melden „Okay, ich bin satt“. 
Wir hören dann erst zu essen auf, wenn wir schon „übervoll“ sind und uns körperlich schon ein wenig unwohl fühlen.
Automatisch haben wir so mehr gegessen als unser Körper braucht. Und genau das schlägt sich natürlich früher oder später auf den Hüften nieder.

Wenn du nun gründlicher kaust und insgesamt langsamer isst, haben diese vier Signale die Chance deinem Gehirn rechtzeitig zu melden, dass du genug hast.
Und so isst du nicht mehr als dein Körper braucht.

Probier es doch einfach einmal zunächst für 1-2 Wochen Slow Food aus.
Beobachte was passiert.
Vielleicht isst du automatisch ein wenig weniger.
Vielleicht schmeckst und riechst du das Essen intensiver.
Vielleicht merkst du eher wann du bereits satt sind und fühlst dich nach dem Essen nicht mehr übervoll.
Und wer weiß ?
Vielleicht nimmst du sogar schon ein klein wenig ab. Und das noch bevor du mit einer „richtigen“ Diät angefangen hast.

Autor: Monika Winhard

Hallo, ich bin Monika, zertifizierte Ernährungsberaterin und Gesundheitscoach. Seit 2014 unterstütze ich meine Klienten dabei ihr Lebensschiff mit der richtigen Ernährung wieder auf Kurs zu bringen.

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